Oftmals muss man wirklich nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah! In den letzten Wochen haben wir uns ganz nach diesem Motto den Juwelen der Heimatgemeinde, Spiez, gewidmet. Schon lange freuten wir uns auf die Herbstfarben im Rebberg und die tollen Morgenstimmungen, rund um unser Haus (welches ja auch noch auf Spiezer Boden liegt). Aber auch der Strandweg zwischen Faulensee und Spiez hat sich in den Herbsttagen in ein goldenes Buchenfeuerwerk verwandelt. Diese genialen Herbstfarben sind uns übrigens nicht jedes Jahr vergönnt. Wenn's zu schnell kalt wird, bleibt das gelbe Leuchten weg und die Blätter werden schnell braun.
Nach Feierabend im Büro griffen wir also zu unseren Kameras und genossen das letzte Sonnenlicht im und um den Spiezer Rebberg. Die Farbenpracht war in diesem Jahr wirklich ausserordentlich und man könnte fast sagen, dass der Spruch: "Spiez - Mit der schönsten Bucht Europas.", gar nicht so unverschämt ist. :-)
Lasst Euch also entführen, in die herbstliche Pracht unserer schönen Heimat. Jeden Tag sind wir von Neuem dankbar dafür, hier wohnen, arbeiten und leben zu dürfen. Das ist ein unbezahlbares Privileg!
TOURDATEN (Strandweg Faulensee-Spiez-Faulensee)
Aufstieg: 2m
Abstieg: 2m
Strecke: 6km
Reine Wanderzeit: 1,5h
Start- und Endpunkt: Parkplatz und Postautohaltestelle Zentrum Faulensee
Tiefster Punkt: 558 M.ü.M. (Ufer Thunersee)
Höchster Punkt: 560 M.ü.M. (Ufer Thunersee)
Schwierigkeit: T1
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blätter 1207, Thun und 1208, Beatenberg
Beste Wanderzeit: Ganzjährig
Unser Tourdatum: 27.10.2015
Besonderes: In Spiez lohnt es sich, noch am Strandbad vorbei bis zur Schiffsländte zu spazieren. Lauschige Plätzchen zum Verweilen und Restaurants finden sich hier in der Bucht.
DIE WELT ENTDECKEN, SEHEN, BEWUNDERN, UND FÜHLEN!
Das Fototagebuch von
Stefan und Sandra Grünig-Karp
Montag, 16. November 2015
Spiez - Mit der schönsten Bucht Europas?
Samstag, 7. November 2015
Perfekte Herbstverhältnisse am Lauteraar
Gleich diverse, verschiedene Wünsche gingen Mitte Oktober für uns in Erfüllung. Einerseits durften wir wieder einmal in unser geliebtes Lauteraargebiet aufbrechen, andrerseits klappte es diesmal endlich, dass unser Bergfreund, Fritz Bier, mit uns kommen konnte und schlussendlich schafften wir sogar die lange geplante Querung der jungen Aare, um das Gletschervorfeld am rechten Ufer zu erforschen.
Die Verhältnisse waren einmal mehr optimal, wie fast immer in diesem Jahr. Frohen Mutes starteten wir auf dem Nollen und stellten bald einmal fest, dass gar nicht viele Leute unterwegs waren. So genossen wir die letzten intensivroten Farben der Heidelbeerstauden. Ab dem Arvenwäldchen rückten immer mehr Birken ins Blickfeld. Sie glichen einem gelben Feuerwerk und verzauberten uns mit ihrer Pracht. Es war schwierig, bei all der Schönheit vorwärts zu kommen, doch wir wussten, dass wir die Lauteraarhütte noch vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen hatten. Beim "Gletscherweib" mit seinen Tibetfahnen, grüsste uns die Sonne nochmals, bevor wir auf kurzer Strecke ein wohl letztes Mal das Eis des Gletschers zu queren hatten. Unglaublich, wie schnell der Unteraargletscher in sich zusammenfällt!
Etwas vor der Hütte begrüssten uns einige, uns bereits wohlbekannte Gemsen. Was für ein schöner Empfang. Zu unserer Freude hatten wir die schön gelegene Hütte wiederum für uns ganz alleine. Wie gemütlich wir da den Abend im warmen Stübchen verbrachten, bei guten Gesprächen und stiller Berglandschaft.
Der nächste Morgen begann wieder einmal fulminant, mit einem einzigartigen Vorglühen. Gestochen scharf präsentierten sich Finsteraar- und Lauteraarhorn. Die Schönheit dieser Berge mit der Spiegelung im kleinen Moorsee ist kaum in Worte zu fassen. Uns stockte schier der Atem. Rasch packten wir danach unsere sieben Sachen zusammen, denn das Ziel war klar: das rechte, schwer erreichbare Aareufer. Diesmal hatten wir ein Riesenglück und konnten das Gletscherwasser an einer etwas seichteren Stelle barfuss queren. Endlich geschafft, nach über sieben Jahren der erfolglosen Versuche.
Auf der anderen Seite erwartete uns ein junges Berglerpaar, welches mit dem Kanu bis ans hintere Ufer des Grimselsees gepaddelt war und hier ein wunderschönes Biwakplätzchen hatte. Es tat gut, mit so jungen, spontanen, bergbegeisterten Gleichgesinnten zu plaudern und wir wurden bald zu Kaffe und Wein eingeladen. Genial! Zuvor widmeten wir uns jedoch noch eingehend dem prächtigen Gletschervorfeld mit seinem golfrasenähnlichen Moos, seinen Formationen, den tiefblauen Seelein und den knallgelben Lärchen. Ein Traumland, welches wir zur Vorsicht barfuss begingen.
Nach der Verabschiedung, und dem Übersetzen von Fritz mit dem Kanu, bestaunten wir noch ein letztes Mal das goldige Leuchten der Birken vom Ufer des Sees, bevor dichtere Wolken aufzogen. Diesmal hat einfach alles perfekt geklappt!
Danke Fritz, dass Du uns an den etwas ausgesetzteren Stellen vertraut hast und für Deine immer wieder äusserst angenehme Begleitung!
TOURDATEN
Aufstieg: 888m
Abstieg: 888m
Strecke: 20km
Reine Wanderzeit: 6,5h
Start- und Endpunkt: Grimsel Hospiz (Nollen)
Tiefster Punkt: 1'915 M.ü.M. (Ufer Grimselsee)
Höchster Punkt: 2'392 M.ü.M. (Lauteraarhütte)
Schwierigkeit: T4
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blätter 1230, Guttannen und 1250, Ulrichen
Beste Wanderzeit: Juli-Oktober
Unser Tourdatum: 11.-12.10.2015
Besonderes: Die Lauteraarhütte ist ab Ende September bereits nicht mehr bewartet, weist jedoch einen Winterraum auf. Eine Reservation zum Voraus wird von der SAC-Sektion Zofingen auch zu diesem Zeitpunkt gefordert.
Die Verhältnisse waren einmal mehr optimal, wie fast immer in diesem Jahr. Frohen Mutes starteten wir auf dem Nollen und stellten bald einmal fest, dass gar nicht viele Leute unterwegs waren. So genossen wir die letzten intensivroten Farben der Heidelbeerstauden. Ab dem Arvenwäldchen rückten immer mehr Birken ins Blickfeld. Sie glichen einem gelben Feuerwerk und verzauberten uns mit ihrer Pracht. Es war schwierig, bei all der Schönheit vorwärts zu kommen, doch wir wussten, dass wir die Lauteraarhütte noch vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen hatten. Beim "Gletscherweib" mit seinen Tibetfahnen, grüsste uns die Sonne nochmals, bevor wir auf kurzer Strecke ein wohl letztes Mal das Eis des Gletschers zu queren hatten. Unglaublich, wie schnell der Unteraargletscher in sich zusammenfällt!
Etwas vor der Hütte begrüssten uns einige, uns bereits wohlbekannte Gemsen. Was für ein schöner Empfang. Zu unserer Freude hatten wir die schön gelegene Hütte wiederum für uns ganz alleine. Wie gemütlich wir da den Abend im warmen Stübchen verbrachten, bei guten Gesprächen und stiller Berglandschaft.
Der nächste Morgen begann wieder einmal fulminant, mit einem einzigartigen Vorglühen. Gestochen scharf präsentierten sich Finsteraar- und Lauteraarhorn. Die Schönheit dieser Berge mit der Spiegelung im kleinen Moorsee ist kaum in Worte zu fassen. Uns stockte schier der Atem. Rasch packten wir danach unsere sieben Sachen zusammen, denn das Ziel war klar: das rechte, schwer erreichbare Aareufer. Diesmal hatten wir ein Riesenglück und konnten das Gletscherwasser an einer etwas seichteren Stelle barfuss queren. Endlich geschafft, nach über sieben Jahren der erfolglosen Versuche.
Auf der anderen Seite erwartete uns ein junges Berglerpaar, welches mit dem Kanu bis ans hintere Ufer des Grimselsees gepaddelt war und hier ein wunderschönes Biwakplätzchen hatte. Es tat gut, mit so jungen, spontanen, bergbegeisterten Gleichgesinnten zu plaudern und wir wurden bald zu Kaffe und Wein eingeladen. Genial! Zuvor widmeten wir uns jedoch noch eingehend dem prächtigen Gletschervorfeld mit seinem golfrasenähnlichen Moos, seinen Formationen, den tiefblauen Seelein und den knallgelben Lärchen. Ein Traumland, welches wir zur Vorsicht barfuss begingen.
Nach der Verabschiedung, und dem Übersetzen von Fritz mit dem Kanu, bestaunten wir noch ein letztes Mal das goldige Leuchten der Birken vom Ufer des Sees, bevor dichtere Wolken aufzogen. Diesmal hat einfach alles perfekt geklappt!
Danke Fritz, dass Du uns an den etwas ausgesetzteren Stellen vertraut hast und für Deine immer wieder äusserst angenehme Begleitung!
TOURDATEN
Aufstieg: 888m
Abstieg: 888m
Strecke: 20km
Reine Wanderzeit: 6,5h
Start- und Endpunkt: Grimsel Hospiz (Nollen)
Tiefster Punkt: 1'915 M.ü.M. (Ufer Grimselsee)
Höchster Punkt: 2'392 M.ü.M. (Lauteraarhütte)
Schwierigkeit: T4
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blätter 1230, Guttannen und 1250, Ulrichen
Beste Wanderzeit: Juli-Oktober
Unser Tourdatum: 11.-12.10.2015
Besonderes: Die Lauteraarhütte ist ab Ende September bereits nicht mehr bewartet, weist jedoch einen Winterraum auf. Eine Reservation zum Voraus wird von der SAC-Sektion Zofingen auch zu diesem Zeitpunkt gefordert.
Dienstag, 3. November 2015
Ein erster Test: Lensinghouse Grauverlauffilter
In seinem interessanten Fotoblog empfiehlt der erfolgreiche Naturfotograf, Radomir Jakubowski, das Filtersystem von Lensinghouse. Bislang fotografierten wir mit dem handlichen System von Cokin, aber waren mit der Farbverfälschung bei den Grauverlauffiltern sehr unzufrieden. Deshalb studierten wir die Angaben von Radomir sehr genau und bestellten nach reiflicher Überlegung folgende Komponenten von Lensinghouse:
LENSINGHOUSE ND-GRAD PRO 0,6 SOFT Glas-Grauverlauffilter
LENSINGHOUSE ND-GRAD PRO 0,9 SOFT Glas-Grauverlauffilter
LENSINGHOUSE ND-GRAD PRO 0,9 REVERSE Glas-Grauverlauffilter
LENSINGHOUSE Filterhalter II 100mm
LENSINGHOUSE 77 mm Adapter II
Trotz 10% Rabatt, kam uns die Neuanschaffung doch auf einen stolzen Preis von über Fr. 800.00 (inkl. Porto, Zoll und so) zu stehen. Das will auf jeden Fall gut überlegt sein!
Über’s vergangene Wochenende hatten wir nun die Gelegenheit, das System erstmals zu testen.
Gesamteindruck
Das Filtersystem wirkt sehr fein, hochwertig verarbeitet und stabil. Das ist 1A Ware. Sofort fällt aber das grosse Gewicht von Filterhalter und Glasplättchen auf. Alles in Allem buckeln wir da im Rucksack nun 0,5 Kilo mehr mit uns herum. Wäre nicht jeder Filter in eine luxuriöse Metallbox gepackt, könnte man die Ware vielleicht auch noch etwas günstiger anbieten. Die Montage ans Objektiv erfolgt jedoch sehr unkompliziert und ist einfach zu handhaben.
Erster Einsatz
Nach der ersten Montage stellen wir sofort fest: in Sachen Farbechtheit halten die Filter wirklich was sie versprechen! Die herbstlichen Farbtöne des Abends kommen verblüffend natürlich rüber und es wird damit viel Arbeitszeit am PC gespart. Es dauert nicht lange, bis man die Feineinstellung der Filter im Griff hat. Dabei können jedoch bei extremen Lichtverhältnissen auch ganz einfach zwei Filter voreinander eingespannt werden. Auch dies hat sich mit dem 0,6er und 0,9er bewährt. Ein besonderes Augenmerk legten wir auf die Verfärbung der goldigen Lärchennadeln, beim stärkeren 0,9er Filter. Doch zu unserer Überraschung fiel dieses sehr sanft aus, ohne dass man von der Abdunkelung etwas Störendes bemerkt. Auch hier bewährt sich die neue „Glassammlung“ sehr gut. Am meisten beeindruckt hat uns dieser wirklich kaum wahrnehmbare Übergang über das ganze Bild hinweg. Das wirkt schon „out oft he Box“ sehr natürlich. Aus diesem Grunde haben wir uns ja auch für die „soft“ Variante entschieden, welche sich gerade in den Bergen gut zu bewähren scheint, wo die Horizontlinie nicht so schön gleichmässig gezeichnet ist wie am Meer. Sehr attraktiv für uns ist auch, dass die Filter so bemessen sind, dass man sie auch problemlos im Hochformat einsetzen kann, ohne dass unten, wie bei Cokin, der Rahmen ins Bildfeld rückt. Und schlussendlich liefern die kratzfesten Filter perfekte Resultate in Sachen Schärfe. Da ist mit dem 36 MPix Sensor der Nikon D800 absolut keine Einbusse festzustellen.
Den reverse Filter haben wir momentan noch nicht testen können, sind aber gespannt auf dessen Ergebnisse.
Erstes Fazit
Eine sehr teure, jedoch lohnende Anschaffung für jeden ambitionierten Naturfotografen. Mit den Filtern aus Glas ist aber äusserste Vorsicht geboten, denn ein Glasbruch wäre hier sehr schmerzhaft für das Portemonnaie. Die Farbechtheit hält tatsächlich was sie verspricht.
Weitere Erfahrungsberichte folgen!
Nachfolgend einige Aufnahmen zum Thema:
LENSINGHOUSE ND-GRAD PRO 0,6 SOFT Glas-Grauverlauffilter
LENSINGHOUSE ND-GRAD PRO 0,9 SOFT Glas-Grauverlauffilter
LENSINGHOUSE ND-GRAD PRO 0,9 REVERSE Glas-Grauverlauffilter
LENSINGHOUSE Filterhalter II 100mm
LENSINGHOUSE 77 mm Adapter II
Trotz 10% Rabatt, kam uns die Neuanschaffung doch auf einen stolzen Preis von über Fr. 800.00 (inkl. Porto, Zoll und so) zu stehen. Das will auf jeden Fall gut überlegt sein!
Über’s vergangene Wochenende hatten wir nun die Gelegenheit, das System erstmals zu testen.
Gesamteindruck
Das Filtersystem wirkt sehr fein, hochwertig verarbeitet und stabil. Das ist 1A Ware. Sofort fällt aber das grosse Gewicht von Filterhalter und Glasplättchen auf. Alles in Allem buckeln wir da im Rucksack nun 0,5 Kilo mehr mit uns herum. Wäre nicht jeder Filter in eine luxuriöse Metallbox gepackt, könnte man die Ware vielleicht auch noch etwas günstiger anbieten. Die Montage ans Objektiv erfolgt jedoch sehr unkompliziert und ist einfach zu handhaben.
Erster Einsatz
Nach der ersten Montage stellen wir sofort fest: in Sachen Farbechtheit halten die Filter wirklich was sie versprechen! Die herbstlichen Farbtöne des Abends kommen verblüffend natürlich rüber und es wird damit viel Arbeitszeit am PC gespart. Es dauert nicht lange, bis man die Feineinstellung der Filter im Griff hat. Dabei können jedoch bei extremen Lichtverhältnissen auch ganz einfach zwei Filter voreinander eingespannt werden. Auch dies hat sich mit dem 0,6er und 0,9er bewährt. Ein besonderes Augenmerk legten wir auf die Verfärbung der goldigen Lärchennadeln, beim stärkeren 0,9er Filter. Doch zu unserer Überraschung fiel dieses sehr sanft aus, ohne dass man von der Abdunkelung etwas Störendes bemerkt. Auch hier bewährt sich die neue „Glassammlung“ sehr gut. Am meisten beeindruckt hat uns dieser wirklich kaum wahrnehmbare Übergang über das ganze Bild hinweg. Das wirkt schon „out oft he Box“ sehr natürlich. Aus diesem Grunde haben wir uns ja auch für die „soft“ Variante entschieden, welche sich gerade in den Bergen gut zu bewähren scheint, wo die Horizontlinie nicht so schön gleichmässig gezeichnet ist wie am Meer. Sehr attraktiv für uns ist auch, dass die Filter so bemessen sind, dass man sie auch problemlos im Hochformat einsetzen kann, ohne dass unten, wie bei Cokin, der Rahmen ins Bildfeld rückt. Und schlussendlich liefern die kratzfesten Filter perfekte Resultate in Sachen Schärfe. Da ist mit dem 36 MPix Sensor der Nikon D800 absolut keine Einbusse festzustellen.
Den reverse Filter haben wir momentan noch nicht testen können, sind aber gespannt auf dessen Ergebnisse.
Erstes Fazit
Eine sehr teure, jedoch lohnende Anschaffung für jeden ambitionierten Naturfotografen. Mit den Filtern aus Glas ist aber äusserste Vorsicht geboten, denn ein Glasbruch wäre hier sehr schmerzhaft für das Portemonnaie. Die Farbechtheit hält tatsächlich was sie verspricht.
Weitere Erfahrungsberichte folgen!
Nachfolgend einige Aufnahmen zum Thema:
![]() |
| Unsere neue "Glassammlung" mit Filterhalterung. |
![]() |
| Hochformataufnahme mit dem 0,9er ND-Filter, out of the Box. |
![]() |
| Hochformataufnahme mit dem 0,9er ND-Filter, bearbeitet. |
![]() |
| Motiv belichtet mit zirkular Polfilter, out of the Box. |
![]() |
| Motiv belichtet mit Lansinghouse 0,9er ND-Filter, out of trhe Box. |
![]() |
| Motiv belichtet mit Lensinghouse 0,9er ND-FIlter, bearbeitet. |
![]() |
| DRI aus zwei Einzelaufnahmen mit 0,6er und 0,9er ND-Filter, bearbeitet. |
Sonntag, 25. Oktober 2015
Norwegen 5: Auf den Spuren der Urtiere
Es war ein lange gehegter Kindheitstraum von unserem Freund und Begleiter, Martin Mägli, einmal die Moschusochsen in freier Wildbahn zu sehen. Diese Urzeittiere beeindruckten nicht nur ihn, sondern machten auch uns Neugierig. Jetzt, wo wir so nahe am letzten europäischen Gebiet waren, wo diese imposanten Tiere in der Wildnis leben, lag es auf der Hand, dass wir uns auf die Suche nach ihnen begaben. Martin hatte alles sauber abgeklärt und mögliche Beobachtungsplätze studiert. Wir zwei hatten jedoch keine grossen Hoffnungen, diese Tiere zu Gesicht zu bekommen. Die Tierfotografie war bislang nicht unbedingt unser Ding.
So starteten wir am Morgen mit gemischten Gefühlen in Kongsvoll, an der Grenze zum Dovrefjell Nationalpark. Zuerst stieg der Weg durch wunderschöne Birkenwälder hoch bis zur Baumgrenze. Schon diese Wanderung war ein absoluter Genuss. Oben auf dem Hochplateau angekommen bewunderten wir zuerst den kargen, farbigen Tundraboden und es war kaum zu glauben, aber bereits nach kurzer Zeit entdeckte Martin mit seinem Fernglas dunkle Punkte an den Hängen der Nystugguhoa. Sofort änderten wir die Richtung und wanderten schnurstracks in die entsprechende Richtung. Nach etwa einer Marschstunde hatten wir unser Ziel erreicht.
Vor uns lagerte eine Fünferherde von Moschusochsen, inklusive Jungtier. Was für ein wundervoller Anblick. Zuerst näherten wir uns nur ganz vorsichtig an, damit sich die Tiere an uns gewöhnen konnten und wir fühlen konnten, ob sie uns wohl tolerieren würden. Vorsicht ist angebracht, denn ein Moschusochse kann bis zu 400 Kilo schwer werden und erreicht eine Geschwindigkeit von 60km/h. Schon bald merkten wir, dass uns die bulligen Moschusochsen freundlich gesinnt waren und so durften wir die kleine Herde über fünf Stunden lang mit Ehrfurcht und Bewunderung begleiten. Etwas später wagten wir uns vorsichtig auch noch etwas näher an die Tiere. Es war ein ganz besonders, einzigartiges Gefühl diese Urtiere zu hören und zu betrachten.
Als sich die Sonne bereits hinter dem Bergrücken schlafen legte und die Moschusochsen ihr Nachtquartier bezogen, verabschiedeten wir uns in Dankbarkeit von ihnen und traten den Rückweg an. Das Kalb mit seinem starken Husten, die "Oma" mit dem struppigen Fellresten auf dem Buckel und die anderen geduldigen Herdenmitglieder werden wir so schnell nicht mehr vergessen! An sie erinnert ein feines Fellbüschel Zuhause in unserer Wohnstube, welches wir an einem Büschchen gefunden haben.
Siehe auch den eindrücklichen Blogeintrag von Martin Mäglis zweitem Besuch im Dovrefjell unter: http://naturbildblog.blogspot.ch/2015/10/moschusochsen-im-dovrefjell-nationalpark.html
TOURDATEN (Kongsvoll-Reinheim Hütte-Kongsvoll)
Aufstieg: ca. 450m
Abstieg: ca. 450m
Strecke: 28.0km
Reine Wanderzeit: 10,0 h
Start- und Endpunkt: Parkplatz Kongsvoll
Tiefster Punkt: ca. 900 M.ü.M. (Parkplatz Kongsvoll)
Höchster Punkt: ca. 1'350 M.ü.M. (Reinheim Hütte)
Schwierigkeit: T2
Ugland IT Karte: 1:50‘000, Blatt 2223, Snohetta
Beste Wanderzeit: August-September
Unser Tourdatum: 10. September 2015
Besonderes: Entlang dieser Strecke können die standorttreuen Moschusochsen mit hoher Wahrscheinlichkeit gesichtet werden. Es gibt auch geführte Exkursionen zu den Tieren.
So starteten wir am Morgen mit gemischten Gefühlen in Kongsvoll, an der Grenze zum Dovrefjell Nationalpark. Zuerst stieg der Weg durch wunderschöne Birkenwälder hoch bis zur Baumgrenze. Schon diese Wanderung war ein absoluter Genuss. Oben auf dem Hochplateau angekommen bewunderten wir zuerst den kargen, farbigen Tundraboden und es war kaum zu glauben, aber bereits nach kurzer Zeit entdeckte Martin mit seinem Fernglas dunkle Punkte an den Hängen der Nystugguhoa. Sofort änderten wir die Richtung und wanderten schnurstracks in die entsprechende Richtung. Nach etwa einer Marschstunde hatten wir unser Ziel erreicht.
Vor uns lagerte eine Fünferherde von Moschusochsen, inklusive Jungtier. Was für ein wundervoller Anblick. Zuerst näherten wir uns nur ganz vorsichtig an, damit sich die Tiere an uns gewöhnen konnten und wir fühlen konnten, ob sie uns wohl tolerieren würden. Vorsicht ist angebracht, denn ein Moschusochse kann bis zu 400 Kilo schwer werden und erreicht eine Geschwindigkeit von 60km/h. Schon bald merkten wir, dass uns die bulligen Moschusochsen freundlich gesinnt waren und so durften wir die kleine Herde über fünf Stunden lang mit Ehrfurcht und Bewunderung begleiten. Etwas später wagten wir uns vorsichtig auch noch etwas näher an die Tiere. Es war ein ganz besonders, einzigartiges Gefühl diese Urtiere zu hören und zu betrachten.
Als sich die Sonne bereits hinter dem Bergrücken schlafen legte und die Moschusochsen ihr Nachtquartier bezogen, verabschiedeten wir uns in Dankbarkeit von ihnen und traten den Rückweg an. Das Kalb mit seinem starken Husten, die "Oma" mit dem struppigen Fellresten auf dem Buckel und die anderen geduldigen Herdenmitglieder werden wir so schnell nicht mehr vergessen! An sie erinnert ein feines Fellbüschel Zuhause in unserer Wohnstube, welches wir an einem Büschchen gefunden haben.
Siehe auch den eindrücklichen Blogeintrag von Martin Mäglis zweitem Besuch im Dovrefjell unter: http://naturbildblog.blogspot.ch/2015/10/moschusochsen-im-dovrefjell-nationalpark.html
TOURDATEN (Kongsvoll-Reinheim Hütte-Kongsvoll)
Aufstieg: ca. 450m
Abstieg: ca. 450m
Strecke: 28.0km
Reine Wanderzeit: 10,0 h
Start- und Endpunkt: Parkplatz Kongsvoll
Tiefster Punkt: ca. 900 M.ü.M. (Parkplatz Kongsvoll)
Höchster Punkt: ca. 1'350 M.ü.M. (Reinheim Hütte)
Schwierigkeit: T2
Ugland IT Karte: 1:50‘000, Blatt 2223, Snohetta
Beste Wanderzeit: August-September
Unser Tourdatum: 10. September 2015
Besonderes: Entlang dieser Strecke können die standorttreuen Moschusochsen mit hoher Wahrscheinlichkeit gesichtet werden. Es gibt auch geführte Exkursionen zu den Tieren.
Donnerstag, 15. Oktober 2015
Norwegen 4: Der abwechslungsreiche Westen von Rondane
Im Westen des Rondane Nationalparks interessierte uns ganz besonders der elegante Wasserfall Storulfossen (bei Otta) und das Gebiet zwischen Smuksjoseter und der Peer Gynt Hytta. Ersterem statteten wir gleich zweimal einen Besuch ab und waren erstaunt, wie sehr sich die Landschaft in nur sieben Tagen verändert hatte. Unglaublich! Beim ersten Besuch war der tosende und stiebende Wasserfall noch von saftigem Grün umrahmt. Eine Woche später präsentierte sich uns die Landschaft in allen erdenklichen Herbstfarben. Ein wahrer Augenschmaus, auch wenn der Wasserfall selbst sehr schwierig zu fotografieren war. Lange verweilten wir hier und fanden immer wieder neue Details.
Der Weg von Smuksjoseter, dessen Ausgangspunkt mit dem Auto erreicht werden kann, zur Peer Gynt Hytta und durch das Kjondalen zurück ist ebenfalls sehr attraktiv, wenn auch hier die Büsche bereits fehlen. Dafür gibt's aber zahlreiche seichte Seen, interessanten Tundraboden und eine beeindruckende Schlucht zu bewundern. Diese ist nahe der Hüttensiedlung gelegen und wartet mit Gesteinsformationen auf, wie man sie nur selten sieht.
Viele Schotterwege am Rande des Rondane Nationalparks dürfen übrigens mit dem Auto befahren werden. Es muss jedoch ein Wegzoll zwischen 30 und 80 Kronen bezahlt werden. Meistens steht am Beginn der Strasse einfach eine Kasse am Strassenrand. Auf den dort bereit liegenden Zetteln kann man dann seinen Namen und die Autonummer eintragen und das Geld einwerfen.
Gerne entführen wir Euch nun auf die Wanderung zur Peer Gynt Hytta und zeigen Euch die bunte, herbstliche Tundra in den zwei erwähnten Gebieten mit Fotos. Viel Spass...!
TOURDATEN
Aufstieg: ca. 300m
Abstieg: ca. 300m
Strecke: 9.0km
Reine Wanderzeit: 2,0 h
Start- und Endpunkt: Smuksjoseter Fjellstue
Tiefster Punkt: ca. 1'100 M.ü.M. (Am Hovringvatnet)
Höchster Punkt: ca. 1'280 M.ü.M. (Am Solsidevassberget)
Schwierigkeit: T2
Ugland IT Karte: 1:50‘000, Blatt 2523, Rondane Nord
Beste Wanderzeit: September
Unser Tourdatum: 08. September 2015
Besonderes: Die Peer Gynt Hytta ist im September bereits nicht mehr bewartet, die Smuksjoseter Fjellstue sollte jedoch noch offen sein. Der Rundweg ist gut markiert, jedoch sehr steinig.
Der Weg von Smuksjoseter, dessen Ausgangspunkt mit dem Auto erreicht werden kann, zur Peer Gynt Hytta und durch das Kjondalen zurück ist ebenfalls sehr attraktiv, wenn auch hier die Büsche bereits fehlen. Dafür gibt's aber zahlreiche seichte Seen, interessanten Tundraboden und eine beeindruckende Schlucht zu bewundern. Diese ist nahe der Hüttensiedlung gelegen und wartet mit Gesteinsformationen auf, wie man sie nur selten sieht.
Viele Schotterwege am Rande des Rondane Nationalparks dürfen übrigens mit dem Auto befahren werden. Es muss jedoch ein Wegzoll zwischen 30 und 80 Kronen bezahlt werden. Meistens steht am Beginn der Strasse einfach eine Kasse am Strassenrand. Auf den dort bereit liegenden Zetteln kann man dann seinen Namen und die Autonummer eintragen und das Geld einwerfen.
Gerne entführen wir Euch nun auf die Wanderung zur Peer Gynt Hytta und zeigen Euch die bunte, herbstliche Tundra in den zwei erwähnten Gebieten mit Fotos. Viel Spass...!
TOURDATEN
Aufstieg: ca. 300m
Abstieg: ca. 300m
Strecke: 9.0km
Reine Wanderzeit: 2,0 h
Start- und Endpunkt: Smuksjoseter Fjellstue
Tiefster Punkt: ca. 1'100 M.ü.M. (Am Hovringvatnet)
Höchster Punkt: ca. 1'280 M.ü.M. (Am Solsidevassberget)
Schwierigkeit: T2
Ugland IT Karte: 1:50‘000, Blatt 2523, Rondane Nord
Beste Wanderzeit: September
Unser Tourdatum: 08. September 2015
Besonderes: Die Peer Gynt Hytta ist im September bereits nicht mehr bewartet, die Smuksjoseter Fjellstue sollte jedoch noch offen sein. Der Rundweg ist gut markiert, jedoch sehr steinig.
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