Samstag, 20. August 2016

Blumenpracht auf dem Segnesboden

Nach dem unvergesslichen Tag bei den wilden Feuerlilien, wollten wir auch noch dem Segnesboden bei Flims einen Besuch abstatten. Nach einer gemütlichen Nacht im VW-Bössli auf dem Camping, liessen wir uns bis nach Naraus hochgondeln, wo wir die Wanderung starteten. Wir waren sozusagen die einzigen ohne Mountainbike! Das Wetter war an diesem Tag leider nicht mehr optimal und dichte Nebelschwaden verhüllten die Sicht. Zum Wandern war es jedoch sehr angenehm. Nach einer langen, blumengesäumten Strecke der Höhenkurve entlang, erreichten wir den das Schwemmgebiet des unteren Segnesbodens (2'092m) und bewunderten ein erstes Mal die wunderschönen Tschingelhörner mit der tektonischen Plattenverschiebung. Auch der durch den Felsen tosende Wasserfall war eine Augenweide.

Wenig später nahmen wir den Weg in den Oberen Segnesboden (2'388m) in Angriff. Am Wegesrand blühten die Ankebälli und viele andere, schöne Alpenblumen üppig. Oben angekommen kamen wir zuerst einmal ins Staunen. So eine weite, unberührte Schwemmfläche ist in der Schweiz wirklich einzigartig. Das Staunen ging gleich weiter, denn hier oben blühten zu dieser Zeit ganze Felder von rosaroten Aurikel. So etwas hatten wir nun wirklich noch nie gesehen. Immer wieder warteten wir sonnige Momente ab um die Blütenpracht mit Sicht auf die beeindruckenden Tschingelhörner zu fotografieren. Da konnten wir uns Stundenlang vertun.

Nur schweren Herzens machten wir uns am Nachmittag wieder an den Abstieg in Richtung Naraus. Das Wetter wollte leider nicht viel besser werden, doch als wir die Bergstation der Sesselbahn erreichten, zeigte sich noch einmal die Sonne, sodass wir auf der schönen Terrasse verweilen konnten, etwas tranken und die Gemütlichkeit genossen (wir erhielten sogar eine "Spezialanfertigung" von 0.5l kalter Schoggi). Erst kurz vor Betriebsschluss, machten wir uns im Sesseli wieder auf in Richtung Flims.

Niemals hätten wir hier oben eine so wilde, unberührte und blumengeschmückte Landschaft erwartet. Danke Roli für diesen genialen Tipp!

TOURDATEN
Aufstieg: 550m
Abstieg: 550m

Strecke: 11,0km
Reine Wanderzeit: 3,5h

Start- und Endpunkt: Bergstation Naraus
Tiefster Punkt: 2'390 M.ü.M. (Oberer Segnesboden)
Höchster Punkt: 1'840 M.ü.M. (Bergstation Naraus)
Schwierigkeit: T2
Swisstopo Karte: 1:25‘000, Blatt 1194, Flims
Beste Wanderzeit: Anfang Juli bis Oktober

Unser Tourdatum: 09.07.2016
Besonderes: Leider hat die Gondelbahn nach Fil de Cassons den Betrieb 2015 eingestellt, sonst böte sich eine tolle Rundwanderung an. Im Berghaus Naraus kann man jedoch ebenfalls eine schöne Aussicht geniessen und etwas essen.

















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