Sonntag, 2. Juni 2024

Rhodos 2024: Unsere Unterkunft in Kiotari

19.04.24 - Im April 2024 verreisen wir für zwei Wochen auf die griechische Insel Rhodos. Davon möchten wir Euch in den kommenden Blogeinträgen berichten, sozusagen als Reisetagebuch.

In Kiotari, an der Westküste, finden wir eine sehr gemütliche Unterkunft: die Villa Sunrise, von der liebenswerten Gastgeberin Silvia. Die Villa ist auf booking.com zu finden. Sie bietet zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, eine gemütliche Wohnstube, eine kleine Küche und sage und schreibe drei Aussensitzplätze. Irgendein Sitzplatz passt eigentlich zu jeder Tageszeit. WLAN, Kaffeemaschine und Kücheneinrichtung sind vorhanden. Der ebenfalls grosszügige Garten mit Kinderspielzeug eignet sich optimal für Familien. Das Haus ist nur gerade 50m vom Strand Memi Vrisia gelegen. An diesem ist man im Frühling eigentlich meistens allein. Wir haben ihn während unserem Aufenthalt sauber aufgeräumt und allen vom Meer angeschwemmten Abfall in den Container getragen. Jetzt ist der Strand wieder traumhaft schön. Carmen und ich, Stef, konnten dort nach Herzenslust Burgen und Strassen bauen. Leider liegt die Villa Sunrise im Waldbrandgebiet von August 2023, aber die Natur ist sich bereits wieder am erholen. Absolut erstaunlich! In der Region ist es jedoch aufgrund der fehlenden Bäume im Frühling recht stürmisch. Da ist es in der Wohnung umso gemütlicher.

Die Unterkunft ist sehr gut als Ausgangspunkt für alle möglichen Outdooraktivitäten gelegen, fernab vom grossen Touristenrummel. Zum Essen empfiehlt sich die zu Fuss erreichbare Taverne "Il Porto". Hier wird mit viel Herz traditionell griechisch gekocht!

Silvia ist wirklich eine tolle Gastgeberin und hat uns bei der Ankunft sogar zahlreiche Geschenke in die Küche gestellt. Zu Ostern hat sie uns feine Ostergebäcke gebracht. Nach der ersten Woche wurde die Wohnung sogar ausgiebig gereinigt. Wir haben den Aufenthalt sehr genossen.

English
In April 2024, we will be traveling to the Greek island of Rhodes for two weeks. We would like to tell you about it in the coming blog entries, as a kind of travel diary.

In Kiotari, on the west coast, we find a very cozy accommodation: the Villa Sunrise, from the lovely hostess Silvia. The villa can be found on booking.com. It has two bedrooms, two bathrooms, a cozy living room, a small kitchen and, believe it or not, three outdoor seating areas. There's always somewhere to sit at any time of day. WLAN, coffee machine and kitchen equipment are available. The spacious garden with children's toys is also ideal for families. The house is just 50 meters from Memi Vrisia beach. In spring you are usually alone on the beach. We cleaned it up during our stay and took all the garbage washed up by the sea into the container. Now the beach is beautiful again. Carmen and I, Stef, were able to build castles and roads there to our hearts' content. Unfortunately, Villa Sunrise is located in the forest fire area of August 2023, but nature is already recovering. Absolutely amazing! However, it is quite stormy in the region in spring due to the lack of trees. This makes it all the more cozy in the apartment.

The accommodation is very well located as a starting point for all kinds of outdoor activities, far away from the tourist hustle and bustle. For dinner, we recommend the “Il Porto” taverna, which is within walking distance. Traditional Greek cuisine is served here with a lot of heart!

Silvia is a really great hostess and even gave us lots of presents in the kitchen when we arrived. She brought us delicious Easter cakes for Easter. The apartment was even extensively cleaned after the first week. We really enjoyed our stay.

















Donnerstag, 2. März 2023

Goldener Herbst in Emosson

Es vergeht beinahe kein Jahr, in welchem wir nicht einmal das Gebiet von Emosson aufsuchen, ganz an der Grenze zu Frankreich. Besonders schön ist es natürlich auch hier im Herbst mit all den goldenen Farben. Nachdem wir im Herbst 2021 etwas Pech hatten und sich die Sonne gerade hinter den Bergen verabschiedete, als wir zum Fotoplätzchen gelangten, sind wir im Herbst 2022 zeitlich etwas früher unterwegs. Ziel ist es, vom Six Jeur (2'062m) aus die Felsnadeln um den Mont Blanc (4'807m), dem höchsten Berg Europas, zu fotografieren. Schon die Fahrt hoch zur mächtigen Staumauer ist Genuss pur. Die Bäume leuchten im Gegenlicht um die Wette und oben auf dem Parkplatz herrscht am Nachmittag immer noch emsiges Treiben, obwohl sich das Restaurant und sämtliche Gebäude bereits im Winterschlaf befinden. Ein solch' prächtiger Herbsttag zieht jedoch immer viele Besucher an.

Dieses Jahr bin ich, Stef, allein unterwegs und mache mich sofort an den kurzen Aufstieg zum Six Jeur. Oben halten sich auch wenige Ausflügler auf und das Moor begrüsst mich mit allen erdenklichen, bunten Herbstfarben. Ich beginne sofort mit Fotografieren und geniesse die Stille. Links von mir kann ich durch das im Dunst gelegene Unterwallis bis hin zum markanten Bietschhorn blicken, vor mir liegen die Berge um den Grenzberg Mont Dolent und gegen rechts kann ich auf den türkisblauen Stausee hinunter blicken. Je schräger das Sonnenlicht einfällt, desto intensiver werden die Farben. Was für eine Augenweide! Kurz nach 16:00 Uhr verabschiedet sich die Sonne hinter den markanten Aguilles du Vent. Andere Fotografen sind zwischenzeitlich noch angekommen und haben ein kleines Feuerchen gemacht. Anscheinend wollen sie hier oben übernachten.

Ich nehme einen kleinen Imbiss zu mir und blicke begeistert in die umliegende Bergwelt. Mal sehen, was das Abendrot noch bringen würde. Doch ich kann meine sieben Sachen getrost zusammenpacken und mich auf den langen Heimweg ins Leukerbad machen: im Westen muss wohl wieder einmal eine Wolkenbank liegen, denn das Licht verlöscht bereits relativ früh und kommt nicht wieder. Mit Abendrot am Mont Blanc ist es also diesmal nichts, aber der Ausflug war trotzdem eine Wohltat, wie meine wenigen Bilder davon zeigen.

TOURDATEN
Aufstieg: 100m
Abstieg: 100m
Strecke: 0,5km
Reine Wanderzeit: 0,25h
Tiefster Punkt: 1'965 M.ü.M. (Parkplatz Emosson)
Höchster Punkt: 2'062 M.ü.M. (Six Jeur)
Schwierigkeit: T2
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blatt 1324, Barberine
Beste Wanderzeit: Juli-Oktober
Unser Tourdatum: 22.10.2022
Besonderes: Für eine längere Wanderung bietet sich die Route vom Parkplatz über die Staumauer bis zu den westlich gelegenen, deutlich sichtbaren Dinosaurierspuren (am hinteren Ufer des Lac du Vieux Emosson, Gebiet Sé Blanc) an. Strecke hin und zurück beträgt ca. 9km, Aufstieg ca. 500m. Im Herbst ist diese Wanderung jedoch eher schattig.








Montag, 23. Januar 2023

Hoch hinaus bei der Cabane de Moiry

Schon lange wollten wir mal wieder eine Tour weit über der Waldgrenze machen. Da die Eltern die Herbstferien zusammen mit uns im Wallis verbringen, hüten sie die kleine Carmen für eine Nacht, sodass wir einen richtig schönen Zweitäger planen können. Ziel ist eine Übernachtung in der Cabane de Moiry (SAC), ganz hinten im Val d' Anniviers. Vor Jahren waren wir schon einmal hier und bewunderten die Gletscherwelt.

Schon als wir oben am Stausee Lac Moiry ankommen, staunen wir ein erstes Mal: der See ist randlos gefüllt (aufgrund der Energiekrise) und sein türkisblaues Wasser leuchtet uns unwirklich entgegen. Was für eine Pracht mit den herbstkargen Berghängen. Wir halten an und versuchen diese "Karibik der Alpen" fotografisch festzuhalten.

Die Wanderung startet dann ganz hinten auf dem Parkplatz, nahe des Lac de Châteaupré auf 2'340m. Von hier steigen wir gemächlich in Richtung Hütte auf. Der Weg führt über die imposante Gletschermoräne und dann im zig zag bis auf 2'826m. Hier, bei der Hütte, tummeln sich tagsüber noch zahlreiche Ausflügler, teils sogar mit Kindern. Der Blick auf den leider auch schon recht klein gewordenen Gletscher ist überwältigend und auch talauswärts ist die Landschaft eine herbstliche Augenweide. Hübsche "Fotografenwolken" verzieren zudem an diesem Tag den Himmel. Wir deponieren unseren Ballast für die Nacht in einem der zwei noch geöffneten Schlafzimmer und beschliessen, noch etwas weiter aufzusteigen um den Gletscher besser bestaunen zu können. Durch die Geröllwüste geht es langsam hoch bis auf 2'900m. Die Wolken werden mal dichter, mal wieder lichter. Die Hochgebirgswelt ist immer imposanter und bald stossen wir auch in den Neuschnee vor. Nun lockt uns noch der Col du Pigne (3'137m), von dem uns unser Bergfreund, Andi Wipf, bereits erzählt hat. Was mag sich wohl dahinter verbergen? Vorbei an einem bereits zugefrorenen Seelein erklimmen wir den Pass. Nun können wir auf den hintersten Talabschnitt von Zinal blicken. Was für ein Tiefblick! Das Weisshorn und seine umliegenden Gipfel hüllen sich leider in Wolken. Die Stimmung und die Stille sind jedoch grandios. Mutterseelenalleine bestaunen wir die Bergwelt lange, bevor wir uns langsam, wieder an den Abstieg machen.

Bei der Hütte angekommen, ist es ruhig geworden. Nur drei zufriedene, französische Bergsteiger wollen auch noch hier oben übernachten. Am Abend bewundern wir über dem Glacier de Moiry eine glühende Abendstimmung und fotografieren die Milchstrasse, bevor wir uns nach einer Verpflegung in der Stille schlafen legen.

Am kommenden Morgen sind wir auch schon wieder in der Dämmerung bereit und geniessen wie der Tag erwacht. Es ist kalt geworden über Nacht. Nach dem Morgenessen nehmen wir bereits schnell einmal den Abstieg in Angriff, denn wir wollen noch das Gletschervorfeld erkunden, bevor wir uns am Mittag beim Parkplatz mit den Eltern und Carmen treffen. Der Abstieg über den gefrorenen Boden geht schnell und schon stehen wir vor den imposanten Eisformationen der sterbenden Gletscherzunge. Auch hier wurde das Toteis bereits vom Muttergletscher abgetrennt. Noch bevor die Sonne hier im Tal aufgeht, finden wir einen eleganten, sehr vergänglichen Eisbogen und viele andere, schöne Details. Dabei sind wir froh, als die Sonne um 11:00 Uhr aufgeht und uns ein Wenig wärmt. Über das Gletschervorfeld mit seinen bunten Farben und entlang des rauschenden Gletscherbachs geht es dann zurück zum abgemachten Treffpunkt.

Carmen rennt voller Freude auf uns zu und wir überreichen ihr die gesammelten, bunten Steine. Mit den Eltern setzen wir uns an das Ufer des Bachs und Carmen beginnt sofort mit den Steinen zu spielen. Was für ein unvergessliches Erlebnis in der erhabenen Bergwelt des Val d' Anniviers. Es hat wieder einmal gutgetan, so hoch hinaus zu gehen!

TOURDATEN
Aufstieg: 797m
Abstieg: 797m
Strecke: 9,0km
Reine Wanderzeit: 3,5h
Tiefster Punkt: 2'340 M.ü.M. (Parkplatz Moiry)
Höchster Punkt: 3'137 M.ü.M. (Col du Pigne)
Schwierigkeit: T4
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blatt 1307, Vissoie und 1327 Evolène
Beste Wanderzeit: Juli-Oktober
Unser Tourdatum: 18.&19.10.2022
Besonderes: In der Cabane de Moiry sind ab Ende September nur noch die einfachen Winterräume geöffnet. Das Brennholz war schon Ende Oktober beinahe aufgebraucht. Trinkwasser gibt es in der Nähe keines. Im Sommer kann man vom Col du Pigne steil in Richtung Zinal absteigen. Bei uns hatte es schattseitig bereits viel Schnee.













Samstag, 7. Januar 2023

Goldene Lärchen und die höchsten Schweizer

Die nächste Herbsttour führt uns in das von Lärchen geprägte Saastal (VS). Schon lange haben wir davon gewusst, dass die Lärchenpracht hier besonders reizvoll sein soll. Wir wollen vom Kreuzboden (2'398m) hinunter nach Saas-Almagell (1'660m) wandern. Schon bei der Anreise fällt uns auf, dass sich im Tal eigentlich keine anderen Bäume als Lärchen befinden. Im unteren Bereich sind sie zu dieser Jahreszeit auch noch grün, aber oben an der Waldgrenze ist ein goldenes Leuchten auszumachen. Also lassen wir uns erstmal gemütlich hochgondeln und staunen, dass an diesem milden Prachtstag nicht mehr Wanderer unterwegs sind. Der Blick auf die frisch verschneite Mischabelgruppe ist atemberaubend. Zuerst stören uns noch die diversen, dominanten Wintersportanlagen, doch schon bald wandern wir mit freier Sicht der Höhenkurve entlang und bewundern die einzelnen, kleinen Lärchen am Wegesrand. Nach zirka 2 Kilometern gelangen wir auf einen westlich ausgerichteten, felsigen Grat. Jetzt blicken wir ein erstes Mal hinunter auf Saas-Fee. Von Punkt 2'462 steigen wir im Zickzack ab auf den Grundberg und wählen den unteren, weniger begangenen Wanderweg der Waldgrenze entlang. Wie durch ein goldenes Fenster lassen sich von hier aus die hohen Berge beobachten. Eine wahre Herbstsymphonie. 

Die Route wird nun etwas felsiger mit geneigten Platten und grösseren Steinblöcken. Bei Punkt 2'174, unterhalb der Weissflue, beschliessen wir den direkten, steilen Abstieg zu wählen um die Tour nicht noch künstlich zu verlängern, zumal sich die Bergwelt nun auch schon weitgehend im Gegenlicht befindet. Da heisst es aufpassen, dass man nicht ausrutscht. Etwas unterhalb treffen wir auf uralte, riesige und Lärchen. Ehrfürchtig bewundern wir diese knorrigen Baumriesen, bevor wir in Richtung Schatten (Moosgufer) absteigen. Von hier aus ist es nun noch ein Katzensprung nach Saas-Almagell, wo wir Carmen und unsere Eltern treffen. Eine sehr abwechslungsreiche Tour mit stetem Blick ins hochalpine Gebiet. Genuss pur!

TOURDATEN
Aufstieg: 80m
Abstieg: 780m
Strecke: 8,0km
Reine Wanderzeit: 2,5h
Tiefster Punkt: 1'660 M.ü.M. (Saas-Almagell)
Höchster Punkt: 2'398 M.ü.M. (Kreuzboden)
Schwierigkeit: T3
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blatt 1329, Saas
Beste Wanderzeit: Juni-Oktober
Unser Tourdatum: 17.10.2022
Besonderes: Achtung:
Die Gondelbahn auf den Kreuzboden fährt jeweils nicht bis Ende Oktober! Die Wanderung kann noch bis auf die Almagelleralp verlängert werden. Dann hinunter entlang des Leebachs.








Mittwoch, 4. Januar 2023

Herbstgold am Illgraben

In der zweiten Oktoberhälfte, geniessen wir wieder unsere traditionellen "Lärchenferien". Diese stimmen wir jeweils auf die goldenen Herbstfarben ab. Im Herbst 2022 verbringen wir zwei Wochen im schönen Wallis, wo wir diverse Foto- und Wanderziele aufsuchen wollen. Hier, in unserem Fototagebuch, ein paar schöne, lohnenswerte Herbstwanderungen für Euch.

Schon öfters waren wir im Gebiet um St-Luc im Val d' Anniviers unterwegs. An unserem ersten Ferientag wollen wir zusammen mit Carmen zum eindrücklichen Illgraben wandern. Wir starten im Zentrum von Chandolin und steigen zuerst gerade ein Wenig entlang der Schneise der Skipiste auf, vorbei an der Cabane Illhorn. Schnell stellen wir fest, dass sich erst die obersten Lärchen an der Waldgrenze goldgelb verfärbt haben. Weiter unten leuchtet der Wald immer noch hellgrün. Es ist ein schöner, sonniger Tag mit guter Fernsicht und alle haben gute Laune. Der Alltag liegt weiter hinter uns. Bei Punkt 2'273 zweigen wir nördlich auf den Höhenweg ab, wo wir schnell eine wunderschön gelegene Sitzbank zum Verweilen finden. Carmen fotografiert mit ihrer Kinderkamera begeistert die Umgebung. Die Heidelbeerstauden leuchten immer noch rot im zu dieser Jahreszeit flach einfallenden Sonnenlicht. Was für eine Farbenvielfalt hier oben! Vor uns breitet sich das Unterwallis in seiner ganzen Grösse aus. Da können wir uns fotografisch austoben und geniessen diesen Ausblick ausgiebig. Dann geht es auf dem schmalen Wanderweg weiter in den immer dichter werdenden Lärchenwald. Alles um uns leuchtet goldgelb. Knorrige Kiefern sind jetzt auch zu bewundern. Carmen wandert und rennt den Weg selbst und hat sehr viel Spass daran, auch wenn sie unterwegs mal über eine Wurzel stolpert und es ein paar Tränen gibt.

Erst als der Weg nahe des Illgrabens steil abzufallen beginnt, nehmen wir sie in den Tragrucksack. So erreichen wir die Abbruchkante des Illgrabens und wagen einen vorsichtigen Blick hinunter. Carmen ist tief beeindruckt und stellt viele Fragen. Von da an vergeht praktisch keine Woche mehr, in welcher sie nicht einmal den Illgraben erwähnt. Nach langem Staunen wandern wir gemütlich über die Waldstrasse zurück in Richtung Chandolin. Auch hier bieten sich wunderbare Ausblicke auf das Rhonetal. Der Weiler Pramarin lädt mit seiner Sitzbank wieder zum Verweilen ein und auch der Aussichtspunkt, nahe Punkt 2'056, muss unbedingt besucht werden.

Eine angenehme, abwechslungsreiche Herbstrunde, welche für Wanderfreudige noch mit der Besteigung des Illhorns gekrönt werden kann. Dabei sind jedoch noch rund 500 Höhenmeter mehr einzuplanen.

TOURDATEN
Aufstieg: 294m
Abstieg: 294m
Strecke: 5,0km
Reine Wanderzeit: 2,0h
Tiefster Punkt: 1'979 M.ü.M. (Chandolin Zentrum)
Höchster Punkt: 2'273 M.ü.M. (Wegkreuzung)
Schwierigkeit: T2
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blatt 1287, Sierre
Beste Wanderzeit: Juni-Oktober
Unser Tourdatum: 16.10.2022
Besonderes: Die Wegroute nahe des Illgrabens verläuft sehr steil und erfordert absolute Trittsicherheit. In Chandolin sind Ende Oktober leider alle Geschäfte und Restaurants geschlossen. Etwas mehr Leben gibt's jedoch im nahe gelegenen St-Luc.










Mittwoch, 30. November 2022

Kleines Moorjuwel an der Grimsel

Einen bunten Vorgeschmack auf den Herbst, gibt es für uns bereits im September. Wir wollen an diesem Tag nur einen kleinen Ausflug machen und an der Grimsel ein Moor erkunden, welches wir vor einiger Zeit anhand des Satellitenbildes gefunden haben. Auf dem Bild ist auch ganz deutlich ein Trampelpfad zu erkennen, sodass wir die kurze Wanderung zusammen mit Carmen gut bewältigen können.

Wir starten an der Strasse in der Nähe des Räterichbodenstausees, versuchen möglichst gut am Baustellenverkehr der neuen Spitallammstaumauer vorbeizukommen und wandern dann auf dem alten Säumerweg. Wer da wohl früher schon alles mit Maultieren durchmarschiert sein muss? Eindrücklich! Carmen hat gute Laune und wir kommen schön vorwärts. An den schroffen Granitgraten um uns haben sich hübsche Quellwolken gebildet. Kurz nach der Abzweigung auf den Trampelpfad folgt auch schon das erste, wunderschöne Plätzchen auf einem doch recht ausgedehnten Moorplateau. Hier gibt es kleine Wasserläufe, blutrot verfärbte Heidelbeerstauden, gedrungene Kiefern und goldene Gräser zu bewundern. Wir beschliessen, auf dem Rückweg noch einmal hier zu verweilen. Doch nun sind wir sehr gespannt auf die grösseren Moorseen zwischen den vom Aaregletscher geschliffenen Felsrücken.

Schon bald haben wir ein Plätzchen zum Verweilen gefunden. Es befindet sich tatsächlich schön verborgen hinter den von niederen Kiefern überwachsenen Felsen und bietet einen prächtigen Blick auf die umliegenden, typischen Grimselfelszähne. Das dunkle Moorwasser bietet einen schönen Kontrast zum goldenen Moorgras. Carmen und Sandra setzen sich an die warme Sonne und dösen ein Wenig vor sich hin, während sich mit meiner Kamera das Gebiet näher erkunde und dabei wundervolle Herbstdetails finde. Alles wirkt wie ein sorgfältig arrangierter Garten. Doch die Gärtnerin hier ist Mutter Natur und sie macht es definitiv am besten. Kaum zu glauben, aber so nahe von Passstrasse und Wasserkraftanlagen herrscht hier absolute Stille und ist nichts von der Zivilisation zu sehen. Eine Wohltat für die Seele.

Nach über einer Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg, ohne natürlich den geplanten Zwischenhalt in den Heidelbeeren zu vergessen. Hier kann sich die kleine Carmen nun den Magen mit den überreifen Beeren vollschlagen. Wir schlemmen bis wir alle drei schwarze Zungen haben. Dann geht's auf dem Säumerpfad zurück zur Passstrasse. Manchmal muss es nicht eine weite Tour sein um absolutes Glück zu finden. Wir erfreuen uns heute noch an unserer hübschen Moorentdeckung.

Nachfolgend beschreiben wir eine sehr schöne, gut machbare Passage des Säumerpfads von der Handegg bis zum Hotel auf dem Nollen. Entlang des Weges gibt es diverse Moore zu sehen.

TOURDATEN (Säumerpfad von Handegg auf den Nollen)
Aufstieg: 580m
Abstieg: 20m
Strecke: 5,5km
Reine Wanderzeit: 1,5h
Tiefster Punkt: 1'400 M.ü.M. (Handegg)
Höchster Punkt: 1'980 M.ü.M. (Spittelnollen)
Schwierigkeit: T2
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blatt 1230, Guttannen
Beste Wanderzeit: Juni-Oktober
Unser Tourdatum: 19.09.2022
Besonderes: Kurz nach Handegg findet sich bergseitig eine Höhle und etwas später der imposante Säumerstein. Der Räterichbodensee wird westlich umwandert.