Freitag, 23. August 2013

Steil, steiler,... Dreispitz!

Eine kräftezehrende Tour unternahmen wir Ende Juli in unserer nächsten Umgebung. Auf dem Programm stand dieses Mal der relativ unbekannte Dreispitz (2'520m), welcher jedoch ein unglaublich schöner Aussichtsberg ist. genau drei Personen begegneten wir auf dieser blau-weiss markierten Tour. Das pure Gegenteil vom Menschenauflauf am vergangenen Wochenende in Frankreich.

Den durchwegs steilen Aufstieg begannen wir im Suld, bei Fritz Haris Bergrestaurant (1'080m). Von hier führte uns der Weg zuerst in den unteren Obersuld. Während uns die Bremsen fast frassen, stiegen wir enorm steil durch Wiesland in Richtung Rengg (1'817m). Obwohl wir sehr früh starteten, erreichte uns schon bald das Sonnenlicht und brachte uns zum Schwitzen. Zum Glück gibt's unterwegs einige Brunnen mit kaltem Wasser. Von der Rengg führt der nun sehr schmale, unbefestigte Weg durch Alpenrosenfelder hoch bis zum felsigen Kragen des Dreispitz, welcher dem Berg auch den Namen schenkt. Im obersten Bereich folgt eine längere, sehr steile Geröllpassage, in welcher wir zwischendurch auch die Hände zu Hilfe nehmen mussten.

Oben angekommen staunten wir erstmal über das grandiose Panorama und die direkte Sicht in die blütenweisse Blüemlisalp. Danach trugen wir uns ins Hüttenbuch, unter dem etwas havarierten Gipfelkreuz ein. Immer wieder blickten wir über unsere prächtige Heimat, hin zum Niesen und zum Thunersee. Vor dem Abstieg graute uns ein Bisschen. Da mussten wir enorm vorsichtig sein um nicht auszurutschen. Ein Fehltritt und man fände sich einige hundert Meter weiter unten wieder. Zum Schluss noch ein kühles Getränk im Bergrestaurant Pochtenfall und ein lustiges Gespräch mit Fritz Hari und ab ging's in den herbeigesehnten, kühlen Thunersee!

TOURDATEN
Aufstieg: 1'460m
Abstieg: 1'460m
Strecke: 10km
Reine Wanderzeit: 8,5h
Tiefster Punkt: 1'080 M.ü.M. (Suld)
Höchster Punkt: 2'520 M.ü.M. (Dreispitz)
Schwierigkeit: T4
Swisstopo Karte: 1:25:000, Blatt 1228, Lauterbrunnen
Beste Wanderzeit: Juli bis September
Unser Tourdatum: 27.07.2013
Besonderes: Der blau-weiss markierte Weg erfordert sehr gute Bergausrüstung und gute Trittsicherheit. Der ganze Weg verläuft ausserordentlich steil und ist nicht zu unterschätzen!










 


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